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Die Fresken im Flur des Ranui Hofes stellen vierzehn Jagd- Küchen- und Landschaftsszenen dar. Über der Eingangstür in einem Medaillon zwischen 2 Blumenvasen einen Türkenkopf, auf der Tür die Aufschrift:
„betrachtest du diesen Saal, was zu sechen ist überall“
Die Malereien vermitteln ein lebendiges Bild der Landschaft um Ranui im Wechsel der Jahreszeiten, des häuslichen Lebens und der Jägerei daheim und in fernen Ländern. Der Maler hatte einen guten Blick für Landschaft, die Küchenszenerie, die Tiere und die Jäger. Im Villnösser Tal gab es ja damals noch Bären, Hirsche, Wildschweine. Vögel und anderes Getier, man konnte hier Tiere und Jagd beobachten. Woher der Maler seine Vorstellung von der Jagd auf exotische Tiere wie Leoparden und Löwen hatte, ist unbekannt.
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Szene 1 - Hirtenszene
In Szene 1 der Wandmalerei überreicht eine Frau einem
Mann einen Blumenstrauß, daneben Jäger mit Gewehren in der Hand
und Bauern, eine Sennerin mit einer Milchschüssel und zwei gehörnten
Ziegen. Ornamentale Malerei umsäumt die Türe Nr.2. In den Ornamenten
zwei pausbäckige Köpfe. |
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Szene 2 - Bärenjagd
Eine lebendige Darstellung einer Bärenjagd in Szene
2.
Eine Bärin mit zwei Jungen, Hunde hetzen und es nahen Jäger mit
Pfeil und Bogen zu Pferd heran, im Hintergrund weitere Jäger und Hunde. |
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Szene 3 - Löwenjagd
In Szene 3 eine Löwenjagd. Ein orientalisch gewandeter
Mohr zu Pferd sticht auf einen anspringenden Löwen ein, es nähern
sich andere Jäger mit Pfeilen im Köcher, ein Löwe mit einem
Pfeil im Körper windet sich im Todeskampf. |
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Szene 4 - Feuerszene
In Szene 4 eine Küchenszene: vor offenem Herdfeuer steht
eine Mann.
Inmitten der Umrahmung des doppelbogigen Fensters am Ostende des
Flurs rechts und links ein Kopf. Man blickt auf die Waldberge und die darüber
aufsteigenden Dolomitfelsen. |
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Szene 5 - Landknecht
In Szene 5 ein Landsknecht in schmucker Tracht mit Hellebarde. |
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Szene 6 - Leopardenjagd
In Szene 6 eine äußerst lebendige Leopardenjagd.
Ein Jäger in orientalischer Tracht wird von einem Leoparden angefallen.
Ihm eilt ein Reiter mit gezücktem Säbel zu Hilfe, junge Leoparden
tummeln sich und ein Jäger stich einen Leoparden in den Rachen. |
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Szene 7 - Vogelfang
In Szene 7 werden Vögel gefangen; unter einem Baum mit
Vögeln in den Zweigen sitzen ein Mann und eine Frau. |
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Szene 8 - Hirschjagd
In Szene 8, eine sehr anschaulich dargestellte Hirschjagd.
Reiter mit Hunden sind auf der Pirsch und Hunde hetzen einen mächtigen
Hirsch, ein Jäger bläst ins Horn. |
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Szene 9 - Wildschweinjagd
Gegenüber der Hirschjagd in Szene 9 im Seitengang eine
Wildschweinjagd: Jäger mit Saufedern sind unterwegs, ein Reiter bläst
ins Hifthorn, Hunde haben sich ein einen flüchtenden Keiler verbissen. |
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Szene 10 - Küchenszene
Wieder im Hauptflur, als Szene 10 ein Küchenmotiv: Über
einem Kochtop hängt ein Hase, neben mehreren Gefäßen sind
Küchengerte, auch eine Wurst aufgehängt. Hinter einer Frau mit
Kochlöffel ein Mann, auf dem Boden ein Schaff, ein umgestürzter
Topf, Hunde, Katzen und Ratten. |
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Szene 11 - Winterliches Leben in der Landschaft von Ranui
Ein Bauer fährt mit seinem Schlitten, zwei Jäger gehen ihres Weges, Kinder ziehen einen Schlitten, ein Hund sitzt da. Vor dem Ranuihof gehen zwei Sternsinger und Kinder, ein Knabe mit Hund. Zu lesen ist die Aufschrift: „Ich bleib mein Herrn allzeit getreu sterb auch ein Christ in Jägerei“ |
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Szene 12 - Landschaft
Eine sehr anschauliche Darstellung der sommerlichen Landschaft
von Ranui mit dem Hof und den Geislerspitzen auf Szene 12. Der Ranuihof zeigt
hier noch den später abgetragenen Turm, man blickt hinüber zum
Kantioler, sieht des Ranuihofs Stadel, Stallungen und Mühle, sodann
Schafe, Jäger mit Hunden. |
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Szene 13 - Landschaft
In der folgenden Szene 13, auf der nördlichen Flurseite,
eine sehr realistische Ansicht des Ranuihofs in seiner Landschaft. Am Himmel
fliegen zwischen dem Hof mit seinem charakteristischen Turm und dem am Hang
des St. Magdalena-Hügels gelegenen Kantiolerhof Vögel, ein Jäger
ruht sich aus, vor dem Haus geht ein Bauer mit einem Hund, am Boden steht
ein voller Topf, andere Jäger kommen näher. |
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Szene 14 - Landschaft
Mit der Szene 14, wieder einer großen Landschaftsdarstellung, endet der so inhaltsreiche Zyklus der Fresken im Flur des Ranuihofes: Im Vordergrund ein Jäger mit einem erlegten Feldhasen in der Hand und zwei Hunden |
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